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Team Freizeit

Das Team Freizeit kümmert sich um den (sportlichen) Freizeitbereich mit z.B. regelmäßigem Joggen, günstigen Fitness-Studios oder was auch immer sich an Bedarf herauskristallisiert. Außerdem um die Organisation von Einladungen, die von außen an den Arbeitskreis herangetragen werden und die Organisation eigener Veranstaltungen.

Kontakt: freizeit[at]ak-fluechtlinge-kriftel.de
Koordinator: Markus Kappenberger

Über das Team Freizeit

Viele Flüchtlingsfamilien nahmen eine Einladung des SV07 Kriftel zu einem gemeinsamen Essen gerne an.

Sport verbindet – und sorgt für Erfolgserlebnisse

Was tun Flüchtlinge, die auf die Bearbeitung ihres Asylantrages monatelang warten müssen, den ganzen Tag lang? Wie können sie sich sinnvoll beschäftigen? Wie bekommen sie am besten Kontakt zu ihren deutschen Nachbarn? Diese Gedanken machen sich die Mitglieder des Teams Freizeit. "Sport ist da ein wichtiges Mittel der Integration", findet Teamleiter Markus Kappenberger. "Und eine gute Ergänzung zu den Sprachkursen. Denn hier kann man erste Kenntnisse direkt anwenden und Erfolgserlebnisse haben."

Kappenberger, der seit 1993 in Kriftel zuhause ist, wurde im Dezember vergangenen Jahres Mitglied des Arbeitskreises, weil er sich wie einige Freunde "vor der Haustür" engagieren wollte. Als sein Arbeitgeber im Herbst Flüchtlinge ins Englische Theater einladen wollte, machte er sich für die in Kriftel "Gestrandeten" stark und begleitete zehn von ihnen in eine Vorstellung. "Die Aufgaben für das Team Freizeit kann ich gut an den Wocheneden erledigen. Aufgrund meiner Berufstätigkeit habe ich unter der Woche keine Zeit dazu", sagt er. Markus Kappenberger ist Mitglied des TuS Kriftel und kulturell interessiert. Auch das passte.

Nachfrage nach Sportangeboten ist groß
Mit vier Mitgliedern hat das Team Freizeit im Dezember angefangen, nach der Vollversammlung des AK Flüchtlinge Anfang März kamen nun noch drei weitere Mitglieder dazu. "Die Nachfrage nach Sportangeboten ist bei den Flüchtlingen groß. Die Mitglieder des Willkommensteams werden immer wieder nach Sportangeboten gefragt", erzählt Kappenberger. In drei Bereichen versuche sein Team daher, verstärkt Kontakte zu Vereinen herzustellen und Trainingsangebote zu vermitteln: im Bereich Fußball, Jogging und im Fitnessstudio.

Die ersten Kontakte sind bereits geknüpft: Einige Flüchtlinge trainieren regelmäßig in Hofheimer Fitness-Studios, mit denen das Team Freizeit Kontakt aufgenommen hat. "Wir begleiten die Sportinteressierten bei ihrem ersten Besuch und erleichtern ihnen die Einführung", so der Teamleiter. "Der Vorteil der Studios ist, dass man da täglich und jederzeit Sport treiben kann."

Abendessen bei den Fußballern
"Fußball verbindet" - unter diesem Motto hat der SV 07 Kriftel am 15. Januar Flüchtlinge sowie Aktive des Arbeitskreises Flüchtlinge zu einem deutschen Abendessen eingeladen. Insgesamt 30 Flüchtlinge aus Äthiopien, Afghanistan, Albanien, Algerien, Eritrea, Mazedonien, Serbien, Somalia und Syrien trafen sich in Begleitung einiger Ehrenamtlicher in gemütlicher Runde im Vereinsheim des Krifteler Fußballclubs in der Schulstraße. "Vereinsvorstand, Mannschaftsrat und Trainer des Clubs haben die Gäste begrüßt und sie kurz über das Sportangebot informiert", erzählt Kappenberger. "Es war ein rundum gelungener Abend.“ Zwei Flüchtlinge nehmen seitdem regelmäßig am Training der B-Fußballer dienstagsabends teil, vier Flüchtlinge aus der Mobile Home-Anlage am Sportplatz sind jetzt neu hinzugekommen.

Ein Mitglied des Teams möchte regelmäßig jeden Sonntag ein Jogging-Angebot machen. Er macht bei den beiden Flüchtlingsunterkünften in Kriftel Halt und fragt nach, wer ihn begleiten möchte. Was langsam anlief, hat sich nun herumgesprochen. Kappenberger ist mit einem Flüchtling beim "Winterlauf" in Lorsbach mitgelaufen. Weitere regionale Laufevents stehen an. Die Frauen im Team wollen künftig verstärkt versuchen, die Frauen unter den Flüchtlingen für Sportangebote zu mobilisieren.

Freikarten für Orgelkonzert in St. Vitus
"Wichtig ist uns aber auch, die Menschen zu kulturellen Veranstaltungen mitzunehmen", erzählt der Teamchef. Im Februar waren zehn Flüchtlinge interessiert, sich das Orgelkonzert in St. Vitus anzuhören - und sehr angetan. Sie bekamen Freikarten von der Kirchengemeinde. "Auch die Frankfurter Projekte 'Opern ohne Grenzen' und 'Bridges – Musik verbindet' sind attraktive Angebote, an denen Flüchtlinge teilnehmen können", so Kappenberger. "Umhören, Ideen sammeln - das ist mein Job. Mit der Zeit lerne ich die Interessen der Flüchtlinge immer besser kennen." Er würde sich freuen, wenn weitere Krifteler Vereine Möglichkeiten sehen würden, Angebote für die Flüchtlinge zu machen.

Das einzige, was die Flüchtlinge noch lernen müssen, sagt er schmunzelnd, sei die Kultur des Anmeldens und das Beachten von Aushängen: "Am Anfang sind wir noch von Tür zu Tür gelaufen, haben alle zusammengetrommelt. Das machen wir jetzt nicht mehr." Die Initiative müsse letztlich von den Menschen selber kommen. "Wir haben gemerkt: Beim dritten Anlauf klappt es." Ansprechpartner und Angebote sind bekannter geworden. "Wir prüfen zudem momentan den Einsatz von sozialen Netzwerken, um die selbstständige Anmeldung zu fördern", sagt Markus Kappenberger.

Quelle: Internetseiten der Gemeinde Kriftel (23.03.2016)