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Kreis legt neue Zuweisungszahlen vor

Kriftel soll 53 weitere Flüchtlinge aufnehmen


Kriftel/Main-Taunus. Der Main-Taunus-Kreis muss im laufenden Quartal weitere 327 Asylbewerber aufnehmen. Zuvor war von 301 neu aufzunehmenden Personen ausgegangen worden. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, hat das Land die Quote erhöht, die dem MTK zugewiesen wird.

Wie aus einem Schreiben des Sozialdezernenten an die Bürgermeister im Kreis hervorgeht, werden zum Jahresende hochgerechnet 2244 Asylbewerber hier untergebracht sein. Für Kriftel ergibt sich eine Aufnahmeverpflichtung von 53 Personen, teilt er in dem Schreiben mit. Daher ist der Bau einer weiteren Gemeinschaftsunterkunft geplant. In der bestehenden Unterkunft leben circa 40 Menschen.

Derzeit schicke Hessen zumindest keine Personen vom Balkan mehr, deren Asylantrag in der überwältigenden Mehrheit nicht anerkannt wird, so Baron. Bürgermeister Seitz weist daraufhin, dass sich diese Aufnahmeverpflichtung auf das dritte Quartal bezieht. In der Zukunft werden weitere Flüchtlinge zugewiesen werden. „Ich bin allen, die sich im Arbeitskreis Flüchtlinge ehrenamtlich engagieren dankbar. Das ist eine riesige Gemeinschaftsaufgabe, eine echte Herausforderung.“ Auch wenn es schwierig werde, sei es der Gemeinde wichtig, an erster Stelle den Menschen zu helfen, die hier ankommen.

Der Arbeitskreis Flüchtlinge „Willkommen in Kriftel“ engagiert sich mit fast 40 engagierten Ehrenamtlern für die Flüchtlinge. Sie bieten Deutschunterricht an, organisieren Praktika, organisieren Ausflüge, helfen bei der Wohnungssuche und Behördengängen. Sie haben ein Gartenprojekt, Kochtreffen, Spieleabende, gemeinsames Musizieren und das Café der Kulturen auf die Beine gestellt. Bezuschusst werden Fahrkarten von Flüchtlingen, die einen Intensiv-Sprachkurs in Höchst besuchen, Aktivitäten von Flüchtlingen und Kriftelern (Besuch im Halligalli, Stadtführung in Frankfurt). Auch Material für den Deutschunterricht wird angeschafft. „Willkommens-Teams“ begrüßen die Neuen kurz nach ihrer Ankunft und bieten ihnen Unterstützung durch den Arbeitskreis an.

Kaum Vorplanung möglich

Die Zahlen des laufenden Quartals habe der Kreis erst am 8. Juli vom Land erhalten: „Das zeigt, dass wir im Grunde kaum vorplanen können“. Pro Woche kämen derzeit rund 30 Personen. Der Kreis musste bislang 3,81 Prozent der in Hessen ankommenden Flüchtlinge aufnehmen, jetzt sind es 3,83. Das sei zwar nur eine geringfügige Erhöhung, zeige aber, „dass die Tendenz insgesamt nach oben geht“. Wenn es bei der Entwicklung bleibe, seien im MTK Ende kommenden Jahres 3444 Personen untergebracht. Das entspreche der Einwohnerzahl von Hofheim-Langenhain.

Unterkünfte gesucht!

Den Kreisangaben zufolge sind derzeit 1185 Personen in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, dazu kommen 167 in Pensionen und Hotels. 189 Personen in den Unterkünften sind als asylberechtigt anerkannt und dürften ausziehen; das scheitere aber an ausreichend Wohnungen, so Baron. Baron appelliert an die Kommunen, Unterkünfte oder Baugrundstücke für Asylbewerber bereitzustellen, „damit wir nicht gezwungen sind, auf Zelte auszuweichen“. Der Kreis suche Unterkünfte auch von privat. Wer eine Immobilie vermieten oder verkaufen möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (E-Mail: integration[at]mtk.org, Tel. 06192/201-1322).